Hinten v.l.: Trainer Hermann Schön, Sabrina Kurtz, Rebecca Grisar, Julia Blöcher, Lisa Birkenstock, Sabine Debus, Sabine Mederer, Britta Best
Mitte v.l.: Sarina Würz, Manuela Dietrich, Steffi Welzel, Cornelia Nießmann, Vanessa Göbel
Vorne v.l.: Steffi Rücker, Diana Stürmer
Im aktuellen Kader 2011/2012 stehen außerdem: Yvonne Sonnenberg, Anna Bock, Bianca Wagner, Conny Werner-Große, Caroline Gabriel
07.05.2012
Frauen BOL: HSG Kirch-Pohlgöns/Butzbach : HSG Herborn/Seelbach 27:25 (16:11)
In einer über weite Strecken guten und flott geführten Bezirksoberliga-Partie kassiert die HSG Herborn/Seelbach im letzten Saisonspiel bei der HSG Kirch-Pohlgöns/Butzbach eine knappe 27:25 Niederlage.
Die Niederlage beim Tabellen vierten bleibt für die Mannschaft von Trainer Hermann Schön in der Tabelle jedoch ohne Folgen, da sich die Bärenstädterinnen bereits am letzten Wochenende den dritten Platz in der diesjährigen Abschlusstabelle gesichert hatten.
Beide Mannschaften gingen zunächst mit viel Tempo in die Partie, wobei sich die Gastgeberinnen zunächst mit zwei Toren in Führung setzten konnten. Doch beim 2:2 hatten die Herborn/Seelbacherinnen wieder ausgeglichen und genauso ausgeglichen ging die Partie dann über 4:4, 7:7 bis hin zum 10:10 weiter. Doch dann kam ein Bruch ins Spiel der Gäste, von dem die Hausherrinnen profitierten und mit 14:10 in Führung gingen. Herborn/Seelbach verpasste jetzt den Anschluss und so trennten sich die beiden Kontrahenten nach den ersten 30 Spielminuten mit einer 16:11 Führung für das Team aus Butzbach.
Den ersten Treffer im zweiten Spielabschnitt erzielte ebenfalls das Team aus Butzbach und so hatten sich die Gastgeberinnen schon eine beruhigende 6-Tore Führung erspielt. Doch jetzt kamen die Herborn/Seelbacherinnen wieder besser ins Spiel und verkürzten den Abstand in kleinen Schritten. Beide Teams befanden sich nun leistungsmäßig wieder auf Augenhöhe und die Bärenstädterinnen zeigten jetzt auch wieder Kämpferqualitäten. Über 19:14 und 20:17 hatte die Schön-Truppe beim 22:21 den Anschluss wieder hergestellt und man konnte sich im Lager der Herborn/Seelbacherinnen wieder berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg machen. Doch da hatten die Gastgeberinnen etwas dagegen und auch der Schiedsrichter bewies in einigen Spielsituationen zu wenig Fingerspitzengefühl und pfiff den Gästen in aussichtsreicher Position immer wieder den Vorteil ab. So blieb die Partie weiter offen. Herborn/Seelbach hatte nach dem erneuten Anschlusstreffer zum 24:23 sogar den Ausgleich auf der Hand, doch landete der Ball am Pfosten und im Gegenzug zum 25:23 im Herborn/Seelbacher Gehäuse. In der hart umkämpften Schlussphase schenkten sich beide Teams nichts, zeigten sich auch konditionell auf der Höhe und hielten das Spieltempo hoch. Auch die Torhüterinnen Seiten kratzten auf beiden Seiten noch den einen oder anderen gut platzierten Ball von der Linie, doch letztlich konnten die Hausherrinnen ihren zwei Tore Vorsprung bis zum Spielende verteidigen und sich mit einem knappen 27:25 Erfolg für die 20:19 Niederlage im Hinspiel revanchieren.
Mit nunmehr 30:14 Punkten in der Abschlusstabelle blickt das Team von Trainer Hermann Schön auf eine erfolgreiche Saison zurück und hat mit dem dritten Tabellenplatz das Saisonziel Top 5 auch erreichen können. Erfreulich war auch die Tatsache, dass man zum Saisonende den Nachwuchsspielerinnen Yvonne Grisar, Janina Große, Anika Klein und Anna Lena Pick die ersten Spielanteile in der Bezirksoberliga-Mannschaft geben konnte und man hier auf eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit setzen kann. Um dies auch für die Zukunft zu gewährleisten hat die neue Lizenz-Trainerin der weiblichen B-Jugend, Danny Pieth, bereits am 02. Mai ihre Arbeit aufgenommen und wird in der nächsten Woche auch den Trainingsbeginn der Frauen-Reservemannschaft einläuten. Hier suchen die Herborn/Seelbacherinnen noch ein paar Spielerinnen zur Verstärkung, um auch mit dieser Mannschaft erfolgreich am Spielbetrieb teilnehmen zu können (Training mittwochs 20 Uhr Alsbach-Schule).
Die erste Mannschaft der Herborn/Seelbacher Spielgemeinschaft geht nun in die wohl verdiente Trainingspause, ehe Trainer Hermann Schön dann bereits am Dienstag, den 05. Juni zum ersten Vorbereitungstraining der neuen Saison bittet.
Für die HSG spielten und trafen:
Sabine Debus, Yvonne Sonnenberg (Tor); Anika Klein, Sarina Würz (4), Connie Nießmann (6/3), Diana Stürmer, Lisa Birkenstock (4), Manuela Dietrich (3), Rebecca Grisar, Steffi Rücker (7/5), Yvonne Grisar, Julia Blöcher (1)
HSG Kirch/Pohl-Göns/Butzbach:
Steffi Ewald und Gianna Maier (Tor); Vanessa Jürgens (2),Nadine Schlier (1),Yvonne Schneider (2),Gissi Daniel (2),Sandra Bender (8,3 7m),Yvonne Harbort (4),Julia Schreoter (2),Denise Knorz (5),Maria Manigrasso (1),Leonie Maier, Anne Höcher
Gelbe Karten: KPGB 1; HSG 0
Zeitstrafen: KPGB 2; HSG 1
7-Meter: KPGB 4/3; HSG 8/8
Schiedsrichter: Christian Nehk
30.04.2012
Frauen BOL: HSG Herborn/Seelbach : HSG Mörlen 26:12 (11:6)
Mit einem 26:12 Kantersieg über die HSG Mörlen sichern sich die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Herborn/Seelbach am vorletzten Spieltag endgültig den dritten Platz in der Abschlusstabelle der Saison 2011/2012.
Obwohl Verfolger HSG Kirch-/Pohlgöns/Butzbach am Sonntag beim ungeschlagenen Meister HSG Wettenberg antreten musste, wollten die Bärenstädterinnen nichts dem Zufall überlassen und in ihrem letzten Heimspiel der aktuellen Saison mit einem doppelten Punktgewinn den dritten Tabellenplatz sichern. Die Gäste aus Mörlen hatten dem Dillkreisteam in der Hinrunde eine 25:20 Niederlage beigebracht und zeigten auch an diesem Samstag zu Beginn eine gute Einstellung und machten es der Herborn/Seelbacher Spielgemeinschaft alles andere als einfach. Als Aufsteiger hatte sich die HSG Mörlen den Klassenerhalt bereits gesichert und so spielte die Mannschaft von Trainer Winfried Ries zunächst befreit auf. Herborn/Seelbach hatte in den ersten Spielminuten die Vorteile auf seiner Seite und führte durch zwei schnelle Tore 2:0, doch Mörlen glich schnell aus und so blieb die Partie bis zum 4:4 ausgeglichen. Bei den Gastgeberinnen fehlte es zunächst an Durchschlagskraft und so wurden zu viele Aktionen nur halbherzig ausgeführt und der Ball landendete trotz gut heraus gespielter Chancen nicht in den Maschen des gegnerischen Gehäuses. Diese Tatsache brachte Trainer Hermann Schön dann auch auf die Palme und in einer Auszeit der Gäste machte der Herborn/Seelbacher Coach seinem Team unmissverständlich klar, was er in den kommenden Spielminuten von seinen Akteurinnen erwarte. Die Ansprache schien angekommen zu sein, denn nun zogen die Bärenstädterinnen deutlich an und beim Gast aus Mörlen konnte man die ersten konditionellen Probleme erkennen. Dies nutze die HSG aus und erspielte sich bis zur Halbzeitpause eine 11:6 Führung.
Sowohl die Ansprache in der Auszeit, als auch die Worte ihres Trainers in der Halbzeitpause hatten bei den Herborn/Seelbacherinnen den Knoten nun endgültig gelöst und dies bekamen die Gästen aus Mörlen gleich in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit zu spüren. Herborn/Seelbach setze sich über 14:6 und 16:7 ab und damit war die Partie schon frühzeitig entschieden, da Mörlen auch die Alternativen auf der Bank fehlten und man bei den „ersten sechs“ den Kräfteverschleiß nun deutlich erkennen konnte. Nach dem 21:9 durch Youngster Janina Große war die endgültige Entscheidung nun zu Gunsten der Gastgeberinnen gefallen. Die Abwehr der HSG ließ den Gästen nun kaum Raum zur Entfaltung und auch Herborn/Seelbach’s Torfrauen Yvonne Sonnenberg und Sabine Debus vernagelten ihren Kasten erfolgreich. Im weiteren Verlauf der Partie setzten sich die Gastgeberinnen mehr und mehr ab, während bei den Gästen Tore nun Mangelware wurden. Am Ende konnten die Gastgeberinnen einen 26:12 Kantersieg und damit die erfolgreiche Verteidigung des dritten Tabellenplatzes feiern.
Auch wenn man zumindest in der ersten Halbzeit noch ein wenig Ladehemmung hatte, war man auf Seiten der HSG Herborn/Seelbacherinnen mit der Mannschaftsleitung dennoch zufrieden, denn gerade im zweiten Spielabschnitt hatten sich die Schützlinge von Coach Schön „voll reingehängt“ und auch die Youngster Yvonne Grisar und Janina Große hatten Akzente setzen können und durften sich über ihren ersten Sieg im BOL-Team freuen. Nun steht für die HSG noch das letzte Spiel der Saison beim Verfolger HSG Kirch-/Pohlgöns/Butzbach am kommenden Samstag auf dem Programm. Das Saisonziel „Top 5“ haben die Herborn/Seelbacherinnen erreicht und mit dem dritten Platz ist man im Lager der HSG absolut zufrieden.
Die Planungen für die nächste Saison haben schon vor mehreren Wochen begonnen und hier darf man gespannt sein, was in der nächsten Saison von den Bärenstädterinnen zu erwarten ist. Neben der BOL-Mannschaft laufen die Planungen für eine Frauen-Reservemannschaft, für die man bereits vor drei Wochen mit Danny Pieth eine neue Trainerin mit Lizenz verpflichten konnte, die parallel dazu auch die weibliche B-Jugend trainieren wird und damit eine erfolgreiche Koordination des Nachwuchses zusammen mit Trainer Hermann Schön und der ersten Mannschaft im weiblichen Bereich der HSG Herborn/Seelbach gewährleistet werden soll.
Für die HSG spielten und trafen:
Yvonne Sonnenberg, Sabine Debus (Tor); Sarina Würz (4), Sabrina Kurtz (2/1), Connie Nießmann (3/1), Diana Stürmer (2), Lisa Birkenstock (2), Manuela Dietrich (2), Rebecca Grisar, Steffi Rücker (9/5), Yvonne Grisar (1), Janina Große (1)
HSG Mörlen:
Bianca Grundmann, Kirsten Berger (Tor); Mona Obleser (2), Laura Wölfl (1), Katja Schneider (3/1), Juliane Wagner (2/1), Kathrin Birkenstock (2), Mandy Lauer, Lisa Vetter (2), Rebecca Nader, Patricia Philipp
Gelbe Karten: HSG 3; Mörlen 3
Zeitstrafen: HSG 4; Mörlen 3
7-Meter: HSG 8/8; Mörlen 5/2
Schiedsrichter: Friedhelm Schäfer (HSG Dilltal)
Bilder mit freundlicher Genehmigung der Sportredaktion Dill :-)
16.04.2012
Frauen BOL: HSG Herborn/Seelbach : WSV Oppershofen 17:21 (8:8)
Einen erneuten Dämpfer mussten die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Herborn/Seelbach am Wochenende einstecken. Im vorletzten Heimspiel verlor die Spielgemeinschaft gegen den WSV Oppershofen mit 17:21. Allerdings fehlten auf Seiten der HSG von Beginn an gleich vier Stammspielerinnen und Sarina Würz (Grippe) saß nur für den Notfall auf der Bank. Positiv hingegen verlief der Einsatz des Herborn/Seelbacher Nachwuchses, bei dem Youngster Janina Große in ihrem ersten BOL-Spiel ihr erstes Tor erzielen konnte.
Dass mit Steffi Rücker, Britta Best, Sabine Mederer, Sarina Würz und Rebecca Grisar gleich fünf Stammspielerinnen bei der HSG Herborn/Seelbach im Heimspiel gegen den WSV zunächst zu ersetzen waren, merkte man den Bärenstädterinnen in der Anfangsphase nicht an. Die Abwehr, in der Manuela Dietrich und Sabrina Kurtz den Mittelblock bildeten stand zunächst sicher und zwang Oppershofen zu schlecht vorbereiteten Abschlüssen, die sichere Beute von Torfrau Yvonne Sonnenberg waren. Doch dann versuchten die Gäste ihr Glück vermehrt über den Kreis, was zunächst auch gelang, da sich die Herborn/Seelbacher Abwehr nun zu schnell aus der Abwehr heraus locken ließ. Nach ausgeglichenem Spielverlauf bis zum 4:4 erspielten sich die Gäste beim 5:7 so einen kleinen Vorsprung. Im Angriff ließen die Herborn/Seelbacher die letzte Konsequenz vermissen und so landeten auch hier die Würfe viel zu oft in den Armen der Oppershofener Torfrau Irina Heller. Hinzu kam, dass der WSV auf den Außenpositionen sehr offensiv deckte und es der HSG damit erschwerte, den nötigen Druck im Spiel aufzubauen. Im weiteren Spielverlauf agierte die HSG in der Defensive wieder sicherer, muss dann allerding einen weiteren Ausfall hinnehmen, als sich Julia Blöcher am Daumen verletzte und für den Rest des Spiels auf der Bank Platz nehmen musste. Doch trotz aller Widrigkeiten schafften die Herborn/Seelbacherinnen den Anschluss und konnten bis zur Halbzeitpause das Ergebnis bis zum 8:8 egalisieren.
Im zweiten Durchgang waren es zunächst die Gastgeberinnen, die das Heft in die Hand nahmen und sich auf 10:8 absetzten konnten. Allerdings kam Oppershofen beim 10:10 wieder zum Ausgleich und setzte sich dann sogar mit 10:12 aus Sicht der HSG ab. Nun mussten die Bärenstädterinnen den zweiten Nackenschlag hinnehmen: Nach einem unglücklichen Foul ihrer Gegenspielerin landete Connie Nießmann ungebremst auf dem Rücken und konnte ab diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht mehr eingesetzt werden. Damit waren die wenigen Alternativen auf der Bank der HSG aufgebraucht und somit kam HSG-Youngster Janina Große zu ihrem ersten Einsatz in der Frauen-Bezirksoberliga. Auch Sarina Würzt hielt es jetzt nicht mehr auf der Bank und so kündigte sie trotz heftiger Erkältung ihren Einsatzwillen an. Zunächst aber übernahm der Nachwuchs die Verantwortung und Yvonne Grisar, die nun auf den beiden halben Rückraumpositionen eingesetzt wurde, zeigte eine gute Leistung und scheiterte mit zwei Würfen nur knapp am gegnerischen Gehäuse. HSG-Youngster Janina Große erzielte dann jedoch den 11:12 Anschlusstreffer, und damit ihr erster Tor in der Frauen-Bezirksoberliga. Bis zum 13:14 blieb die HSG auch weiter auf Augenhöhe, doch dann setzten sich die Gäste Tor um Tor ab. Herborn/Seelbach stemmte sich gegen die drohende Niederlage und zeigte sich bis zum Spielende zumindest kämpferisch auf der Höhe und gab nicht auf. Sarina Würz übernahm in dieser Spielphase nun die Verantwortung und steuerte neben einen verwandelten 7-Meter auch noch zwei Tore aus dem Spiel heraus bei. Doch letztlich konnte man nun nicht mehr viel ausrichten und musste sich am Ende den Gästen aus Oppershofen mit 17:21 beugen.
Für die HSG spielten und trafen:
Yvonne Sonnenberg (1.-43.), Anna-Lena Pieck (43.-60.); Janina Große (1), Sabrina Kurtz, Diana Stürmer (1), Lisa Birkenstock (2), Manulea Dietrich (3), Yvonne Grisar, Julia Blöcher (1), Sarina Würz (3/1), Connie Nießmann (6/3)
WSV Oppershofen:
Bachenheimer, Heller (Tor), Weil (3), Richber, Bayer (3), Schimpf, Eiser (4), Kißler (3/2), Glaum, Grohmann, Hobler (3), Lang (2), Vlach (3), Linhart
Gelbe Karten: HSG 1; WSV 1
Zeitstrafen: HSG 0; WSV 2
7-Meter: HSG 4/4; WSV 2/2
Schiedsrichter: Günter Schäfer (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen)
19.03.2012
SU Nieder-Florstadt : HSG Herborn/Seelbach 16:17 (6:10)
Einen glanzlosen Auswärtssieg verbuchten die Handballerinnen der HSG Herborn/Seelbach am Samstag beim Schlusslich SU Nieder-Florstadt und reihten sich mit dem 17:16 Erfolg in die Liste derer ein, die gegen den Tabellenletzten nur knapp gewinnen konnten. Doch auch Spitzenreiter HSG Wettenberg schwächelte am Wochenende und kam über ein 18:16 beim WSV Oppershofen nicht hinaus. Aus der Spitzengruppe konnte lediglich der TV Lich überzeugen, der gegen den TV Asslar mit einem souveränen 25:18 triumphierte.
Dass ein Spiel beim Tabellenletzten immer wieder eine besondere Herausforderung ist, das mussten auch die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HGS Herborn/Seelbach am Wochenende erkennen. Die Sportunion aus Florstadt startete engagiert in die Partie und man konnte sich nicht dem Eindruck verwehren, dass sich das Team aus der Wetterau viel besser präsentierte, als es der derzeitige Tabellenstand vermuten ließ. Zwar konnten die Bärenstädterinnen spielerische Akzente setzen, doch irgendwie taten sich die Herborn/Seelbacherinnen beim Tabellenletzten schwer und so fanden einfach zu viele Würfe, trotz gut heraus gespielte Chance, nicht den Weg ins gegnerische Tor. Auf beiden Seiten dominierten die Torhüterinnen das Spiel, die dafür sorgten, dass Tore in dieser Partie zur Mangelware wurden. Herborn/Seelbachs Torfrau Yvonnen Sonnenberg war nicht nur aus dem Spiel auf dem Posten, sondern zog der Sportunion auch vom 7-Meter Punkt den Zahn und entschärfte im Spielverlauf insgesamt vier von sechs Strafwürfen. Doch trotz aller Widrigkeiten konnten die Schützlinge von Trainer Hermann Schön nach den ersten 30 Spielminuten mit einem 10:6 Vorsprung in die Kabine gehen.
In der Halbzeitpause wurde der Herborn/Seelbacher Trainer dann in der Kabine deutlich, denn das, was er in der ersten Spielhälfte von seiner Mannschaft gesehen hatte, konnte dem HSG-Trainer nun wirklich nicht gefallen. Viel änderte sich allerdings auch im zweiten Durchgang nicht am Spiel der Gäste, die zwar weiterhin den Vorsprung aus der 1. Halbzeit behaupteten, aber trotzdem irgendwie an diesem frühen Samstagnachmittag nicht ganz bei der Sache waren. Über 8:12, 10:14 und 11:15 blieb die Partie weiterhin eng. Herborn/Seelbach fehlte es nun an der nötigen Ruhe im Spiel und der Geduld, die Chancen heraus zu spielen und auch in Tore umzuwandeln. So wurden viele Bälle den Gegnerinnen einfach in die Hände gespielt und nachdem die SU beim 13:15 bis auf zwei Zähler heran gekommen waren, keimte bei den Gastgeberinnen aus Florstadt die berechtigte Hoffnung auf einen Punktgewinn auf. Nun erwachten auch die wenigen Zuschauer in der Rosbacher Sporthalle, die von der Akustik her eher einer Schwimmhalle ähnelte, und trieben ihre Spielerinnen nach vorne. Auch wenn die Partie weiterhin auf schwachem Niveau blieb, entwickelte sich jetzt zumindest ein wenig Spannung, denn nun mussten die Herborn/Seelbacherinnen schon um die Punkte kämpfen. Nachdem die Gastgeberinnen das 15:16 erzielt hatten, traf die HSG im Gegenzug jedoch zum 15:17 und nun schwanden die Hoffungen der Gastgeberinnen auf zumindest einen Zähler merklich. Aufgeben kam für das Schlusslicht allerdings nicht in Frage und so verkürzte die SU noch einmal auf 16:17, doch dann tickte die Uhr für die Gäste aus dem Dillkreis, die den knappen Vorsprung über die Zeit brachten.
Begeisterung über das Spiel kam verständlicher Weise weder bei Trainer Hermann Schön, noch bei den Akteurinnen der HSG auf. Wesentlich frustrierter dürften allerdings die Gastgeberinnen aus Florstadt nach der Partie gewesen sein, denn während die Herborn/Seelbacherinnen mit den beiden Punkten den zweiten Tabellenplatz verteidigen konnten, verbleiben der SU nicht mehr viele Chancen auf den Klassenerhalt.
Am kommenden Wochenende empfängt die HSG den Spitzenreiter aus Wettenberg, der sich gegen den WSV Oppershofen auch nur mit einem sparsamen 18:16 Erfolg aus der Affäre ziehen konnte. Um gegen den Ligaprimus bestehen zu können, muss die HSG allerdings in dieser Woche eine komplette Wandlung vollziehen und zu alter Stärke zurück finden.
Für die HSG spielten und trafen:
Yvonne Sonnenberg, Sabine Debus (Tor); Sarina Würz (3), Connie Nießmann (2/2), Bianca Wagner, Diana Stürmer (2), Lisa Birkenstock, Manuela Dietrich, Rebecca Grisar, Steffi Rücker (7/3), Julia Blöcher (3).
SU Nieder-Florstadt:
Harnak (4), Ruppel, Mäser (1), Heinisch, Gutting (3), Rother (1), Schütz, Lutz, Menzel (3/2), Zerulla (3), Löll (1), Kappes
Gelbe Karten: SU 3; HSG 2
Zeitstrafen: SU 3, HSG 0
7-Meter: SU 6/2; HSG 7/5
12.03.2012
Frauen BOL: HSG Herborn/Seelbach : TV Asslar 23:16 (12:8)
Im Derby gegen den TV Asslar stimmte bei den Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Herborn/Seelbach am Ende zwar das Ergebnis, die Wurfquote des Tabellen Zweiten ließ allerdings zu wünschen übrig und so hätte der Sieg der Herborn/Seelbacher Spielgemeinschaft deutlich höher ausfallen müssen. Während das Dillkreisteam mit dem aktuellen Sieg weiterhin den 2. Tabellenplatz inne hält, wird es für die Gäste aus Asslar im Kampf um den Klassenerhalt nun immer enger.
Die junge Mannschaft des TV Asslar zeigte sich in der Herborner Sporthalle von Beginn an motiviert und erzielte auch den ersten Treffer der Partie. Doch sollte dies im weiteren Verlauf des Spiels die einzige Führung für den Tabellenvorletzten gewesen sein. Herborn/Seelbach zeigte sich zwar spielerisch auf der Höhe, doch ließ die Wurfquote beim Tabellenzweiten zu wünschen übrig. So vergaben die Schützlinge von HSG-Trainer Hermann Schön bereits im ersten Durchgang zu viele gut heraus gespielte Chancen, was dazu beitrug, dass der TV Asslar bis zum 3:3 und 5:5 im Spiel blieb und sich kurzzeitig eine Chance gegen das Dillkreisteam ausrechnen konnte. Doch trotz einer Vielzahl von Pfosten- und Lattentreffern setzten sich die Gastgeberinnen im weiteren Spielverlauf Tor um Tor ab und hatten bis zur Halbzeitpause eine 12:8 Führung heraus gespielt. Asslar versuchte sein Glück vor allem im 1 gegen 1 Spiel, doch zeigte sich im Spielverlauf, dass sie damit gegen die kompakte Abwehr der Herborn/Seelbacherinnen nicht viel auszurichten vermochten.
Nach dem 12:9 durch die Gäste, kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit, nahmen die Herborn/Seelbacherinnen deutlich mehr Fahrt auf und zeigten sich auch spielfreudiger. Das Ergebnis ließ daher auch nicht lange auf sich warten und so hatten die Hausherrinnen nach vier Treffern in Folge beim 16:9 den Gästen auch schon merklich den Schneid abgekauft. Die jungen Mannschaft von Trainer Dirk Ortmann schien in dieser Phase des Spiels schon zu resignieren, wobei nicht nur der Rückstand im aktuellen Spiel, sondern die auch die angespannten Tabellensituation ihr Nötiges dazu beitrug, dass hier einige Spielerinnen die Köpfe nun hängen ließen. Technische Fehler und daraus resultierenden Ballverluste brachten die Gastgeberinnen immer wieder in Ballbesitz und nach drei Gegenstoßtreffern lag die HSG bereits vorentscheidend mit 19:11 in Führung. Asslar konnte sich in der Folgezeit zwar kurzzeitig wieder auf fünf Tore (20:15) heran kämpfen, profitierte dabei allerdings mehr von den Fehlern der HSG, die auch deren Trainer Hermann Schön nicht entgangen waren. Eine Umstellung in Abwehr und Angriff brachte der Herborn/Seelbacher Spielgemeinschaft die nötige Stabilität zurück und so konnten die Bärenstädterinnen am Ende einen deutlichen 23:16 Sieg über den TV Asslar verbuchen. Ein wenig glanzlos war der Sieg der Herborn/Seelbacher Spielgemeinschaft zwar ausgefallen, doch letztlich zählten für den Tabellenzweiten nur die beiden Punkte und die trugen dazu bei, dass die HSG auch nach 15 Spielen den zweiten Tabellenplatz verteidigen konnten. Für die Gäste aus Asslar wird die Luft in der Bezirksoberliga nun langsam dünn, zumal die Ergebnisse der heimischen Landesliga-Mannschaften an diesem Wochenende auch nicht für Entspannung sorgten und sich immer mehr abzeichnet, dass hier zwei Mannschaften den Gang in die tiefere Klasse antreten müssen.
Am kommenden Wochenende findet in der Bezirksoberliga nur das Nachholspiel zwischen dem TV Gettenau und der HSG Mörlen statt, ehe dann am 16. Spieltag für die HSG Herborn/Seelbach die Reise nach Nieder-Florstadt auf dem Programm steht.
Für die HSG spielten und trafen:
Yvonne Sonnenberg, Sabine Debus (Tor); Britta Best (1), Sarina Würz, Sabrina Kurtz, Connie Nießmann (7/1), Diana Stürmer (1), Lisa Birkenstock (1), Manuela Dietrich (1), Rebecca Grisar (2), Steffi Rücker (3/1), Sabine Mederer (6), Julia Blöcher (1)
TV Asslar:
Jennifer Röczey (Tor); Johanna Diehl (2), Sara Schlegel (1), Rebecca Krüger (1), Marie Schneider (1), Cathrin Ferber, Theresa Jung, Sina Einlehner (2), Silke Keiner (3/3), Tanja Tröller (4), Jaqueline Poser (1), Alexandra Müller, Luisa Laucht (1)
Gelbe Karten: HSG (3); TV (3)
Zeitstrafen: HSG (2); TV (3)
7-Meter: HSG (4/2); TV (3/3)
Schiedsrichter: Clemens Jacobi